Warum alleine reisen weise macht

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Es gibt nicht Aufregenderes, als alleine zu reisen. Du wachst an einem dir unbekannten Ort auf, spürst fremdes Land unter deinen Füßen und entdeckst einzigartige, neue Kulturen. In diesem Moment hast du keine Verpflichtungen. Es gibt nur dich und die Umgebung um dich herum. Du bist frei.

Eine Reise allein ist jedoch eine große Herausforderung. Du fühlst dich manchmal einsam, bist auf dich selbst gestellt und hast Angst vor dem Unbekannten. Doch sobald du dich innerlich gesammelt und die faszinierende Welt um dich herum wahrgenommen hast, kann sich dieser Trip als die Reise deines Lebens herausstellen.

Viele Alleinreisende passen sich ohne Komplikationen fremden Kulturen an, lernen ohne Worte zu kommunizieren (höchstwahrscheinlich mit Händen und Füßen) und bewältigen Herausforderungen mit Bravour. Denn Schwierigkeiten helfen dir zu wachsen. Sie stellen dich vor Unerwartetem und offenbaren dir eine völlig neue Sicht auf die Welt.

Du entdeckst dich völlig neu.

Das Beste am allein reisen ist, dass du nicht nur die Welt um dich herum neu entdeckst, sondern auch dich selbst. Du machst deine eigenen Pläne, bestimmst dein eigenes Tempo und fällst jede Entscheidung selbst.

Du lernst aus deiner Komfortzone auszutreten und wirst vor echten Herausforderungen gestellt. Und der Fakt, dass du alleine damit umgehen musst, geht dir mental unter die Haut. Du wächst.

Entweder hast du es mit gebrochenem Chinesisch durch die Straßen Pekings geschafft oder aber dem aufsässigen Tuk-Tuk-Fahrer die Stirn geboten. Es gibt nichts, dass du nicht hinbekommst. Und du kannst furchtbar stolz darauf sein.

Nie hättest du von dir selbst erwartet, dass du so gut klar kommst. Und vor allem, dass es sich so verdammt gut anfühlen würde.

Alleine reisen steigert dein Selbstwertgefühl.

Du wächst und wirst eigenständiger und selbstbewusster. Du weißt wie der Hase läuft und brauchst vor nichts mehr Angst zu haben. Sei es mit einem Rucksack bepackt durch Australien zu reisen, in der Einöde zu zelten oder trampen zu gehen, du fürchtest dich vor nichts.

Du findest immer größere Herausforderungen und Abenteuer und kannst es kaum erwarten, die Erde in all ihren Facetten kennenzulernen.

Du nimmst die Umgebung um dich herum viel intensiver wahr.

Ein Windzug, die Düfte der Grillstände in den Straßen Kuala Lumpurs, ja selbst Menschen, die einfach nur auf einer Bank sitzen und Enten füttern. Du beschäftigst dich aufmerksamer mit den Eindrücken und nimmst alles Neue um dich stärker und direkter wahr. Denn du bist mit deinen Gedanken allein.

Keiner der dich während eines Tempel-Trips von der Seite anquatscht, während du einfach nur minutenlang dasitzen und dich selbst atmen hören willst. Keiner der dich von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten scheucht. Und vor allem keiner, der dich der kostbarsten Momente deiner Reise beraubt. Es gibt nur dich und die Welt um dich herum.

Und du lernst Land und Leute besser kennen. Wenn du alleine reist, redest du mit einfach jedem. Sei es dem Dim-Sum-Verkäufer um die Ecke, dem Bootfahrer oder dem Lift-Boy. Seltsamerweise haben diese Menschen die spannendsten Geschichten und nützlichsten Tipps parat.

Alleine sein bedeutet nicht einsam zu sein.

Es gibt einen Unterschied zwischen Einsamkeit und allein sein. Denn nur weil du unbegleitet auf Reisen gehst, bedeutet das nicht, dass du auf soziale Kontakte verzichten musst.

Alleine reisen macht dich kommunikativer, offener und unvoreingenommener denn je. Du triffst auf Mitreisende mit gleichen Interessen, hörst neuartige Musik und probierst neue, exotische Gerichte.

Du lernst mit dir selbst im Einklang zu sein und dass du selbst genug bist. Du genießt die Auszeit, um dich selbst kennenzulernen und Zeit für dich selbst zu nehmen. Der Alltagsstress fällt von dir ab und du konzentrierst dich nur auf das hier und jetzt.

Das Leben beginnt da, wo die Komfortzone endet.

Manchmal hilft es ohne Schwimmflügel ins kalte Wasser geworfen zu werden und seine eigenen Fehler zu machen. Sich selbst zu verlieren und wiederzufinden.

Kaum etwas, was dir andere übers Leben erzählen, kann auf dein eigenes Leben übertragen werden. Denn du bist du. Und hier helfen nur deine eigenen Erfahrungswerte.

Alleine reisen, macht dich zu einem ausgeglicheneren Menschen, der mit sich selbst im Reinen ist. Und zu einem Menschen der Antworten zu Fragen findet, die er niemals gewagt hätte zu stellen. Du wirst weiser.

Diana Buatis

Diana ist ein wahrer Reisejunkie, den alle 2 Wochen das Fernweh packt. Wenn sie nicht gerade von weißen Inseln und der unendlichen Weite des Meeres träumt, findest du sie im Park mit fremden Hunden spielen oder in einem ihrer Lieblingscafés in Berlin fleißig für ihren Blog schreiben.

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